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Do's und Don'ts bei Rosacea

Wer meine kurze Geschichte in der "Über Julie"-Sektion gelesen hat, weiß, dass ich auch zu den Rosacea-Geplagten gehöre. Seit 20 Jahren nervt sie mich mal mehr, mal weniger. Heute gebe ich euch eine kleine Übersicht darüber, was ich empfehlen, was ich vermeiden und wo ich mit der Hautpflege starten würde.

Zu allererst: bitte holt euch wirklich die Diagnose beim Hautarzt. Und wenn er euch eine antibiotische Salbe verschreibt, dann nehmt diese auch! Sobald ihr aus der Akut-Phase heraus seid, können wir gerne zusammen eine Pflege-Routine aufbauen. 

Ich nehme ein Antibiotikum immer dann, wenn ich einen schlimmen Schub habe. Das heißt für mich: nicht nur Rötungen, sondern viele kleine Pusteln und oft auch juckende Entzündungen, die wirklich aussehen wie eine Akne. In diesem Stadium kann ich machen, was ich will, es nützt alles nichts. Ich verwende dann für einige Wochen eine antibiotische Salbe, schleiche diese dann nach und nach aus, und steige dann wieder auf meine normale Pflege um. 

Es gibt klassische Trigger für solche richtig krassen Schübe. Für mich sind das eigentlich immer länger andauernde Stress-Phasen sowie der alljährliche Beginn der Heuschnupfenzeit. Dann merke ich, wie sich mein Hautzustand nach und nach verschlimmert, bis es irgendwann nicht mehr geht. 

Kurzfristig für "Flashes" sorgen Dinge wie Rotwein, Sauna, Kälte-Wärme-Wechsel (z.B. beim Skifahren der Wechsel von der Piste in die Hütte), scharfes Essen, heißes Essen, peinliche Situationen (ja, echt.) Dann sind die Rosacea-Schübe allerdings kurzfristig und auch nicht mit Pusteln verbunden, sondern "nur" mit krassen roten Flecken, heißen Wangen und einem brennenden Gefühl im Gesicht. Hier hilft nur Abwarten, oder (falls mir das möglich ist), die Wangen irgendwie zu kühlen. 

Hier sind meine Pflege-Empfehlungen bei Rosacea:

Do's:

  • Sanft reinigen
  • Viel Feuchtigkeit auftragen
  • Was bei mir immer gut funktioniert: Hyaluronsäure, Ceramide, Tremella, Reishi
  • Viele Kund*Innen schwören auch auf Niacinamide, was bei mir persönlich tatsächlich gar nichts tut
  • Enzymatische Peelings oder Säurepeelings mit Glykolsäure (nur bei Bedarf!!)  
  • Sonnenschutz verwenden

Don'ts:

  • Sehr fetthaltige Produkte
  • Alkohol und Zitronensäure 
  • Vitamin C (und alles andere, was die Durchblutung fördert) 
  • Ich würde immer (auch ohne Rosacea) auf Mineralölderivate und Silikone verzichten; ich habe damit immer das Gefühl, dass die Haut "abgeschlossen" wird und nicht atmen kann. Das gehört aber vermutlich in den Bereich anekdotische Evidenz....
  • Mechanische Peelings
  • Säuren: AHA, BHA
  • Im Einzelfall: ätherische Öle (bei mir unproblematisch, kann aber auch anders sein)

Anfangen würde ich mit einer minimalistischen Routine: Reinigen, Pflegen, Sonnenschutz. Wenn sich das über einige Wochen gut etabliert hat, dann könnt ihr nach und nach ggf. noch den ein oder anderen Wirkstoff hinzunehmen. 

Hier meine Favoriten (ihr braucht natürlich nur ein Produkt pro Kategorie, das sind jeweils Alternativ-Vorschläge!):

  1. Reinigung: 
    * Middlemist Seven
    * Cleansing Cream
    * Calming Cleanser 
  2. Serum
    * Instant Kalmer
    * Back to Life
    * Revitalizing Gel
    * Drippy Cocoon
  3. Pflege
    * The Anthemis
    * Balancing Cream (bei normaler Haut und Mischhaut)
    * Care Balm (bei eher trockener Haut)
    * RoseaCalm 
  4. Schutz
    * Alle SPF mit mineralischem Filter

Wer seine Rosacea schon ganz gut im Griff hat, kann nach und nach auch weitere Wirkstoffe dazunehmen, z.B. Mattenbohne und/oder Bakuchiol als sanfte Retinol-Alternativen. Wenn ihr nicht zurechtkommt, oder sonst Fragen habt, dann meldet euch gerne!



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