Über Julie

Im Sommer 2006 saß ich heulend auf dem Beifahrersitz im Auto meines damaligen Freundes und weigerte mich, auszusteigen. Der Grund: ein feuerrotes, brennendes, trockenes und schmerzendes Mal auf meiner Wange. Die Diagnose meines Hautarztes am nächsten Tag: Rosacea. Das war der Anfang meiner Odyssee. Wie viele Cremes ich in den folgenden Monaten getestet habe, weiß ich nicht mehr. Ja, die Creme mit Antibiotikum funktionierte tatsächlich ganz wunderbar. Das Problem war: wie komme ich von dieser wieder weg? Jedes Mal, wenn ich wieder auf normale Pflegeprodukte umgestiegen bin, kehrte die Rosacea wieder in Schüben zurück. Dabei war es egal, ob es eine in der Apotheke angemischte Creme war, oder eine klassische medizinische Kosmetikmarke, oder irgendeine andere Linie. Und ja, tatsächlich habe ich also vor nunmehr 20 Jahren damit angefangen, mir die Inhaltsstoffe in diesen Cremes genauer anzuschauen. Und tatsächlich war ich anfangs völlig entsetzt von der Anzahl an Mineralölderivaten und Silikonen und Parabenen in den meisten Produkten. Ich wollte das alles nicht auf meiner Haut haben! Wirklich gerettet damals haben mich schließlich die Produkte von Pai Skincare. Ich weiß leider partout nicht mehr, wie ich auf diese Marke gestoßen bin, aber sie hat mir meine Haut wieder zurückgegeben, um es mal so dramatisch auszudrücken. Heute noch ist sie meine erste Empfehlung für alle Rosacea- und Couperose-Geplagten. Eine tolle (aber hochpreisigere) Alternative sind die Produkte von Pharmos Natur. Erfahrungsgemäß wirkt der hohe Anteil an Aloe Vera Saft wunderbar beruhigend auf alle Arten von Rötungen.
Wieso öffnet man dann gleich ein Naturkosmetikgeschäft? Ha ha. Witzig. Erst 10 Jahre nach meiner Diagnose habe ich mein Lädchen auf die Beine gestellt. Ich hatte zu der Zeit einen Marketing-Job bei einem Kompressor-Hersteller für Kälte- und Klimatechnik (kein Scherz). Ehrenamtlich habe ich samstags immer eine Schicht im Weltladen gemacht. Dabei wuchs meine Liebe zum Einzelhandel und zur Beratung. Das Kosmetikthema hat mich dann aber einfach nicht mehr losgelassen und ich habe mich immer weiter eingelesen, einige Zertifikate im Bereich Naturkosmetik gemacht, usw. Als dann irgendwann einmal diese beiden Themen in meinem Hirn zusammentrafen und die Idee zu einem eigenen Laden aufkam, da hatte ich natürlich erst einmal eins: Schiss. Und klassisches Impostor Syndrome: Ich?? Ich hab‘ doch keine Ahnung! Was mach ich also? Ich studiere erst einmal noch berufsbegleitend BWL. Ja, ist mein Ernst. Ich bin also auch noch Diplom-Kauffrau. Man könnte auch einfach sagen, ich wollte die Entscheidung noch weiter aufschieben. Als ich allerdings den Abschluss in der Tasche hatte, gab es keine Ausreden mehr. Tja. Und hier sind wir nun. Noch einmal 10 Jahre später im Jahr 2026.
Kommen wir zurück zu meiner Haut: nach so langer Zeit weiß ich genau, was für sie funktioniert und was nicht. ABER (WICHTIG!): Bei mir funktioniert ziemlich viel nicht, was bei meinen Kundinnen und Kunden mit Rosacea oft hervorragend funktioniert. Jede Haut ist individuell, es gibt kaum pauschale Antworten. Außerdem: auch die Rosacea ist individuell. Es gibt sie in verschiedenen Formen und Stadien, und auch hier funktioniert nicht alles immer gleich gut. Manchmal kommt man um's Ausprobieren einfach nicht herum.
Heute habe ich die Rosacea unter Kontrolle. Sie ist nicht verschwunden, sie wird stärker, wenn ich viel Stress habe und zu wenig schlafe. Und ja, immer wieder mal habe ich heftige Schübe, in denen ich mir wieder eine antibiotische Salbe verschreiben lasse. Aber ich mache mich deswegen nicht mehr verrückt, denn ich weiß ja, zu welcher Pflege ich im Anschluss daran wieder zurückkehren kann. Und das nimmt mir dann doch ganz schön viel Leidensdruck.
Wenn ihr also auch mit Rosacea oder Couperose zu tun habt, kommt gerne vorbei und wir schauen gemeinsam, was für eure Haut passen könnte. Logisch, dass ich auch euch kompetent bei Akne, trockener Haut, Hyperpigmentierung oder reifer Mischhaut beraten kann 😊